Annett Louisan - Unausgesprochen

CD-Kritik: Annett Louisan - Unausgesprochen

cd-kritik: anett louisan

Zuschreibungen wie "Pop-Lolita", kombiniert mit den musikalisch höchst relevanten Adjektiven "niedlich" oder "süß" sind immer hervorragend geeignet, einen natürlichen Fluchtinstinkt in mir zu wecken. Dabei kann Annett Louisan für derartige Begrifflichkeiten eigentlich wenig.

Das ein bestimmtes Aussehen im Musikgeschäft gerne als Orientierungsmarke für musikalische Kategorisierungen und Marketingstrategien herhalten muss ist spätestens seit den Stones und den Beatles bekannt. Und ja, sie setzt Ihre Stimme im weiten Bereich von "kindlich frech" über "charmant sexy" bis hin zu "ziemlich abgeklärt" sehr gekonnt ein. Insgesamt klingt "Unausgesprochen" jedoch deutlich erwachsener, als es man es angesichts derartiger Klischees vermuten würde.

Musikalisch swingt "Unausgesprochen" atmosphärisch zwischen Tango, Walzer, Jazz, Pop und Chanson hin und her. Begeistern tun vor allem die ironischen, intelligenten, manchmal auch urkomischen Texte, die einen selten leichten und gleichzeitig messerscharf präzisen Umgang mit der deutschen Sprache vermitteln. Die eigenständige, nuancierte und emotionale Präsentation von Annett Louisan entwickelt so eine faszinierende Anziehung auf den Zuhörer und macht "Unausgesprochen" dann zu einer wirklich gelungenen Platte und einem Album zum Hinhören. (PE)


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