CD-Kritik: Depeche Mode - Playing The Angel

cd-kritik: depeche mode

Lange hat es diesmal gedauert, doch wirklich daran gezweifelt hat wohl wenige: Mit "Playing the Angel" ist nach gut vier Jahren das nunmehr elfte Depeche-Mode Album erschienen. Drei Songs des Albums stammen diesmal aus der Feder von Sänger Dave Gahan. Ein echtes Novum, schließlich war dieser Job bisher alleine Mastermind Martin Gore vorbehalten.

Das Dave Gahan die Kunst des Songwrting beherrscht hat er ja prinzipiell schon auf seinem Solo-Ausflug "Paper Monsters" bewiesen, ein weiteres Album wäre zudem, so wird jedenfalls vermutet, ohne eine verstärkte "Demokratisierung" und Gewaltenteilung innerhalb der Band nicht mehr zustande gekommen.

"Playing the Angel" legt gleich im ersten Song heftig lärmend los und ist verglichen mit seinem Vorgänger "Exciter" im Gesamteindruck widerspenstiger und gitarrenlastiger. Soundtechnisch erfolgt damit durchaus eine Annäherung an die "großen" Depeche-Mode Alben wie z.B. "Violator" und "Construction Time Again". Schwermütige Songs mit schrägen, angezerrten Industrial-Sounds dominieren, die Euphorie und Atmosphäre der genannten Vorgänger wird jedoch meiner Ansicht nach nicht ganz erreicht. Mit der Single-Auskopplung "Precious" ist dann natürlich auch wieder ein echter Charts-Stürmer im Gepäck. Insgesamt ein starkes Album, Fans haben sowieso schon zugeschlagen. (PE)

Album jetzt bei Amazon bestellen!