CD-Kritik: Ellen Allien & Apparat - Orchestra Of Bubbles

musik cd: ellen allien orchestra of bubbles

Die ersten Töne lassen einen verhalten mitwippen: Interessante Sounds, auf jeden Fall... nach knapp einer Minute schiebt sich eine verträumte Melodie ins Bewußtsein und bei der 1:30er Marke entfaltet "Orchestra Of Bubbles" dann mit dem Opener "Turbo Dreams" seinen wunderbar hypnotischen Sog.

Die Zusammenarbeit von Ellen Allien und Apparat alias Sascha Ring beschert uns ein Elektronik-Album aus der Post-Techno Ära, welches gleichermaßen kopflastig und körperbetont daherkommt. Analoge Klangästhetik vermischt sich mit digitalen Frickel-Sounds und vereinzelten Samples akustischer Instrumente, die Tracks klingen warm und kühl zugleich. "Orchestra Of Bubbles" ist durchzogen von einer melancholischen, manchmal gar meditativen Grundstimmung, ohne dabei jedoch wirklich sanftmütig oder zahm zu sein.

Das ist dann schon mal Pop im besten Sinne ("Way Out" mit Ellen Alliens Gesang, "Leave Me Alone" ), minimalistischer Elektro ("Under"), manchmal aber auch abstraktes und wunderbar schräges Klangexperimt ("Edison") bei dem die Handschrift von Apparat deutlich sichtbar wird. Die sehr aufgeräumte Produktion läßt genug Raum zum Atmen und Träumen, um einen dann wieder magnetisch in Richtung Tanzfläche zu ziehen, ist insgesamt aber angenehm minimalistisch gehalten.

In musikalischer Hinsicht jedenfalls scheinen sich hier zwei gefunden zu haben und legen uns die perfekte Breitseite aus Kopf und Gefühl vor. Klasse Platte. (PE) ( Photo: Ragnar Schmuck, Artwork: Christian Feldhusen).

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